Hallo ihr Lieben,
Wie sollen wir nur wieder zum Alltag zurückfinden, wenn das Klingeln vom Wecker schon eine Last ist… Ein paar Tage haben wir noch, dann sieht das Leben wieder anders aus. Aber nun raus aus den Federn, denn heute wartet Santiago de Compostela auf uns. Wir haben den Transfer mit dem Bus gebucht, dann gings auf eigene Faust auf Tour. Schon bei der Anfahrt sahen wir sehr viele Pilger ihrem nun nahen Ziel entgegen schreiten. Aus dem Bus ausgestiegen haben wir uns eine stille Gasse abseits von unseren „AIDA Kollegen“ gewählt. Die Seitengasse gab uns eine willkommene Verschnaufpause vom Getümmel, nach ein paar hundert Meter waren wir wieder mitten im Geschehen, aber am Ziel. Die Kathedrale ist sehr beeindruckend, so wie die Altstadt auch. Für mich waren allerdings die ankommenden Pilger noch beeindruckender. Ein vor Zufriedenheit und Stolz strahlender Gesichtsausdruck, sich vor der Kathedrale erschöpft niederzulassen, auf dem Pflaster und Rucksack das erreichte Ziel zufrieden zu betrachten. In der Kathedrale das übliche Gewimmel der Besucher solcher Sehenswürdigkeiten. Jetzt trieb es uns weiter durch die Gassen… eine unendliche Aneinanderreihung von Restaurants, Bäckereien, Tapasbars und Geschäftchen… ein Traum von Meeresgetier in den Auslagen… Hunger, Hunger… Schatz, laß uns doch bitte was essen gehen. Gesagt getan… eine Tapas-Bar hat uns sofort angesprochen. Eine gute Wahl wie sich schnell herausstellte, der Hauswein wurde in Schalen serviert… Leute, die Muscheln waren größer wie Fleischbolle im Gulasch, ich spreche net von der Schale… so gestärkt und sowas von satt waren die vier Stunden schon wieder vorbei. Am Treffpunkt angekommen ging es zurück nach Coruna, nach einer einstündigen Busfahrt wieder im Hafen angekommen ging es für uns noch in die Altstadt von Coruna. Wow, die Stadt ist sowas von schön und angenehm. Am liebsten wären wir noch ein paar Tage hiergeblieben, zumal ich noch viele Sachen auf den Speisekarten gesehen hab… naja, die Perla wartet nicht und so mußten wir wieder an Bord. Das Auslaufen war sehr beindruckend, der Hafen liegt geschützt und die offene See ist immer noch rau. Klasse Wellenbrecher vor der Küste, konnten uns gar nicht satt sehen. Der Kapitän informierte über eine Durchsage, daß der morgige Seetag wieder unruhig werden würde, aber die Biskaya sei bekannt dafür… also fünf Meter See ist zu erwarten. Ein beeindruckender Tag mit vielen kulinarischen Verlockungen geht zu Ende, um 22 Uhr geht’s in den Nachtclub zu den „DIE 3 LIKÖRE“… nein das ist keine Likörprobe, ich darf mein Musikverständnis der Swing-Klassiker erweitern. Nein Spaß, die Drei verstehen ihr Handwerk und im Nightfly Nachtclub ist ne ganz nette Atmosphäre. Ich möchte nun den heutigen Bericht mit folgenden Worten schließen… wir sind sehr glücklich, bis denne Sandra&Helmut
Liegeplatz: Muelle de Transatlanticos
Liegezeit: ab 22:00 Uhr
Alle an Bord: Freitag, 26.04.2019, 18:30 Uhr
Wettervorhersage: wechselhaft, 13°C
Sonnenaufgang: 07:40 Uhr
Sonnenuntergang: 21:27 Uhr
Nächste Etappe: 593 Seemeilen (1099km) bis le Havre
