Sandra und Helmut
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Tag N°20

Veröffentlicht am 24.04.2019

Hallo ihr Lieben,


Weckerklingeln und Urlaub… ohh Schmerz, das geht ja gar net. Musste aber sein, verschlafen wäre heute eine Katastrophe. Um 8:15 Uhr mussten wir auf dem Pier zu unserer Verabredung sein. Pascoal stand schon mit dem Schild „Sandra Lehnert, 14231“ vor dem Ausgang (Tom + Anke, danke für den Kontakt… Manuel hatte schon jemand, Pascoal war auch Klasse und die Chemie hat sofort gepaßt, Pascoal fährt fürs gleiche Unternehmen) Aber zurück zum Ausflug… um es vorweg zu nehmen, Hammer-Hammer Ausflug. Die Tour begann mit der Fahrt durch die Altstadt von Funchal, schmale Gäßchen die kein Bus befährt, im Jahr 2010 beginnen die Bewohner ihre Haustüren mit den verschiedensten Motiven zu bemalen – schöner stimmungsvoller Einstieg für den Tag, weiter am Fischmarkt vorbei. Und weiter gings zum Stadtteil Santo António, Geburtsort von Cristiano Ronaldo. Cristiano Ronaldo wird sehr verehrt, ich habe mich mit meiner persönlichen Meinung zu ihm komplett zurückgehalten – was mein Schatz sehr schätzte. Pascoal fing immer mehr über Cristiano Ronaldo zu berichten. Bis herauskam das er ihn persönlich kennt, sein Bruder der Jugendtrainer von ihm war. Pascouls Schwägerin ist im letzten Jahr verstorben und Cristiano Ronaldos Mutter war auch auf der Beerdigung… und schon wie das Leben so spielt kam seine Mutter uns in ihrem weißen Porsche entgegen… wir besuchten noch kurz einige Orte die mit ihm und seiner Familie zu tun haben, Pascoal zeigte uns auf sein Handy Fotos von seinem Neffen und Ronaldo. Dann war es fertig mit Berichten von und über Cristiano Ronaldo… Jetzt ging die Madeiratour weiter… zwinker.  Ein kurzer Abstecher in den botanischen Garten. Weiter gings nach Ponta do Garajau, zur Christo-Rei-Statue. Auf dem Felsvorsprung hat man einen fantastischen Rundumblick. Pascoal hielt sich am Taxi auf und wir hatten die Zeit für jeden Ort in unserer Hand, was die Tour für uns völlig entspannt gestaltete. Ach Mensch ganz vergessen…der Besuch der Kirche Nossa Senhora do Monte, mit anschließender Korbschlittenfahrt. Die Fahrt war recht lustig, der Preis naja… Touripreise halt + Trinkgeld in den Hut. Das Nonnental war das nächste Ziel. In dieses Tal flüchteten sich die Nonnen aus Funchal bei den zahllosen Piratenangriffen. Harten dort in Höllen einige Tage aus und kehrten wieder in das Kloster zurück. Wenn man das Tal und den Bachlauf vom Gipfel verfolgt… mein Gott was haben die Frauen auf sich genommen, aber sicher alles Besser wie die Pein in die Hände der Piraten zufallen. Auf ca. 1096m über unserer AIDA Perla angekommen hatten wir eine recht gute Sicht, das Wetter ging etwas auf, aber es pfiff der Wind mit unangenehmen 9C° uns um die Ohren. Vorbei an Eukalyptuswälder, vorbei an Terrassenfeldern von denen es ca. fünfhunderttausend auf Madeira gibt, vorbei an Bananenplantagen, vorbei an den Levadas – die Wasserrinnen die das Wasser in die wasserärmeren Terrassenfelder transportieren, ähnlich wie die Aquädukte der alten Römer. Nur sind die Wassermengen die mit den Lavadas transportiert werden, viel geringer. In Câmara de Lobos eines der ältesten Fischerdörfer auf Madeira angekommen. Haben wir kurz den Hafen und Strand zu Fuß besucht, leider viel viel zu wenig Zeit, was für ein schönes Plätzchen. Nun was es an der Zeit sich zu stärken. Pascoal kannte natürlich ein Lokal, abseits der üblichen Ausflugslokale. Wir wollten unbedingt ein Espada probieren. Espada oder Degenfisch ist ein typischer Speisefisch auf Madeira, er lebt in Tiefen bis zu 2000m. Er wird mit Fangschnüren die bis zu 1500m lang sind gefangen. Der gefangene Fisch färbt sich durch den Druckunterschied komplett schwarz und verliert seine ursprünglich kupferne Farbe. Wir hatten Filetstückchen mit Banane, sehr sehr lecker. Nach dem Essen gings weiter zur Steilküste Cabo Girão. Die Plattform mit dem Glasboden, eine beindruckende Geschichte. Das Gefühl fast 580m durch den Glasboden in die Tiefe zu schauen ist schon net schlecht. Jetzt heißt es langsam zurück zum Schiff, nicht dass die noch ohne uns ablegen. Vorher aber noch einen schnellen Abstecher in den Weinkeller Henriques & Henriques wir brauchen ja noch einen Madeira… leider haben eine Zeitlang umsonst vor der verschlossenen Tür gewartet, sollte nicht sein. Die Zeit drängte und wir mussten zum Schiff. Auf dem Weg zum Hafen hielt Pascoal kurz an und so gab es doch ein Fläschchen ohne Probe. Es war eine Klasse Tour, ein toller Tag und mit Pascoal hatten wir den perfekten Reiseführer und sein Taxi hat auch gepaßt… da sich auf dem Lenkrad ein Sternchen befand… grins. Die Sicherheitskontrollen bevor wir an Bord gingen haben sehr viel Zeit gekostet, in der Warteschlange befanden sich ausschließlich AIDA-Gäste, somit alles im grünen Bereich wir waren Zwei von Vielen. Das Ablegen war toll, da wir eine ganze Zeit direkt an der Küste vorbeifuhren. So konnten wir den Tag noch einmal revuepassieren lassen. Patricia und Steffen, ihr habt Recht… Madeira ist toll, einfach sehr sehr schön. Unsere fleißigen Follower wissen schon… wir sind sehr glücklich

Liegeplatz:                     Berth No. 2, Mid-Section South Pier

Liegezeit:                       bis 16:00 Uhr

Alle an Bord:                  15:30 Uhr

Wettervorhersage:         bewölkt, 17°C

Sonnenaufgang:            07:29 Uhr

Sonnenuntergang:         20:41 Uhr

Nächste Etappe:            653 Seemeilen (1210km) bis Porto/Leixöes